Die Hauptstadt - Bandar Seri Begawan

Gestern haben eine Kollegin und ich den ersten gemeinsamen Ausflug gestartet. Natürlich in die Hauptstadt - Bandar Seri Begawan - die berühmte Moschee und das Wasserdorf anschauen. Zum Wasserdorf (oder zu den Dörfern) müssen wir noch einmal extra, mit einem Bootsausflug und vielleicht bis in den Urwald fahren.

 

Aber erst einmal zum Land und zur Stadt:

Brunei ist aufgrund des Ölvorkommens an der Nordküste von Borneo eines der reichsten Länder der Welt. Und klein. Brunei hat etwa 450.000 Einwohner - das ist weniger als die Hälfte der Bevölkerung von Köln, und sogar weniger als die Einwohnerzahl von Dresden. Davon leben etwa 100.000 in der Hauptstadt. Bildungs- und Gesundheitssystem sind sehr gut und stehen allen kostenlos zur Verfügung (sogar der Besuch von Universitäten im Ausland).

Die Wasserdörfer - "Kampong Ayer" - sind eine Anzahl von Dörfern, in denen das traditionelle Wohnen beibehalten wird. Die Häuser stehen auf Pfählen im Wasser und sind miteinander durch Stege aus Holz verbunden. Über 30.000 Einwohner leben dort, oder haben ein Haus als Zweitwohnsitz. Wassertaxis findet man somit an jeder Ecke, denn längere Strecken legt man immer im Boot zurück. Die Stadtteile verfügen sogar über Schulen und eigene Moscheen und sind keineswegs nur für die ärmere Bevölkerung.

 

 

Weiter ging es zur Moschee: Die Omar Ali Saifuddin Moschee - benannt nach dem 28. Sultan von Brunei, der sie 1958 errichtete. Sie liegt an einem künstlichen See, auf dem man eine alte, aus dem 16. Jahrhundert stammende, königliche Barke sieht.

Was mir auffiel: Auch hier: Nichts los. Leere. Neben einer Handvoll Asiaten waren wir die einzigen.

Zur Mittagszeit wurde zum Gebet gerufen. Diesem Ruf folgten einige Männer, wuschen sich die Füße und traten ein. Frauen benutzen einen anderen Eingang - strikt getrennt von den Männern. Schuhe zieht man natürlich aus. Nicht-Muslime dürfen die Moschee nicht betreten, außer zu gegebenen Zeiten und haben als Tourist nochmal einen extra Eingang. Wir warten die Stunde ab und wagen einen Blick hinein. Mein Halstuch fungiert als Kopftuch, doch die Moschee betreten darf ich so trotzdem nicht, sondern muss einen schwarzen weiten Umhang überziehen - strikte Verhüllung ist angesagt. Uns ist das definitiv ein Foto wert.

Hier seht ihr mich mit Kopftuch - vielleicht sollte ich mir für solche Anlässe noch ein passendes Tuch zulegen :)

 

Auch schön: Als wir zum Parkplatz zurückkehrten, für welchen wir im Voraus 2 Dollar gezahlt hatten, fängt es an zu regnen. Perfektes Timing. Vor der Schranke müssen wir unser Parkticket vorzeigen. Die Dame am Schalter rechnet (per Hand!) und schreibt und wir kramen schon unser Portmonee hervor, weil wir davon ausgehen, dass wir nachzahlen müssen. Aber sie lächelte freundlich und sagte: "Sie bekommen 50 Cent zurück". Danke. Könnten wir das in Köln nicht auch einführen? Statt dass man schon vorher an der Parkuhr überlegen muss, wie lange man nun denn wohl so braucht...

 

In der Galerie gibt es mehr Bilder !


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Kommentare: 1
  • #1

    krause-schäfer, rose (Montag, 28 Januar 2019 18:38)

    sehr beeindruckend....wie geht es den beiden kleinen?