Umzug ins Apartment

Jetzt will ich euch doch nochmal vom Umzug ins Apartment berichten – der Bericht liegt schon viel zu lange in der Ablage. Aber die letzten Wochen waren doch nochmal etwas voll, gefüllt mit vielen schönen Dingen und ein paar Ausflügen, aber auch einigen ToDos nebenher, um im Apartment anzukommen und die wichtigsten Sachen zu besorgen. Wir alle waren auch ein bisschen traurig, das Hotel zu verlassen. Zum einen ging es uns da echt gut, zum anderen ist es auch erstaunlich, wie man doch in der kurzen Zeit von 2 Monaten „ankommt“ im eigenen Zimmer, trotz dass es Hotel ist. Noch erstaunlicher ist, wie viel Umzugsgepäck zusammen kommt und ich frage mich, wie ich das alles nach Brunei gebracht hab.  Neben packen haben wir am Sonntag noch einmal ausgiebig das Frühstücksbufett und den Pool genossen.

Das Apartment, in das wir ziehen (jeder sein eigenes) ist riesig, 3 Schlafzimmer und Badezimmer, großer Wohnraum und Küche. Ich kann mich direkt nicht entscheiden, in welchem Schlafzimmer ich schlafen soll. In welchem Badezimmer dusche ich? Ich prüfe die verschiedenen Duschköpfe – Entscheidung gefällt. Ein Schlafzimmer finde ich etwas gemütlicher als das andere, aber die Klimaanlage in diesem ist nicht gut, denn sie bläst direkt aufs Bett und ist laut. Das ist in dem anderen besser, also ziehe ich in der ersten Woche nochmal um, habe stattdessen nun ein Ankleidezimmer und „Büro“ extra.  Nebenbei frage ich mich, wie das eigentlich der Sultan macht mit seinen 2000 Zimmern im Palast. Und warum man sowas überhaupt brauchen könnte. Der Waschraum ist außerhalb der Wohnung, gehört aber zur Wohnung dazu. Das ist ziemlich praktisch.

Trotz dass das Apartment so riesig und möbliert ist, fehlen viele „kleine“ Dinge. Handtuchhalter am Waschbecken, Messer in der Küche, damit meine ich nicht nur scharfe Schneidemesser, sondern Buttermesser überhaupt. Hier wird nur mit Löffeln und Gabeln gegessen, Messer sind total unüblich. Ich bin aber deutsch, ich will mir ein Butterbrot schmieren, und dazu brauche ich normale Messer. Außerdem fehlen Küchenutensilien überhaupt, eine Salatschüssel, etwas zum Frischhalten, Kochlöffel, große Tassen, … und Dinge, die eine Wohnung gemütlich machen, eben so kleine Dinge zum Wohlfühlen – ein Sofakissen zum Beispiel, ein Stuhl für den Balkon, oder einfach mal eine grüne Pflanze. 

Das Wochenende danach düsen wir nach Miri in Malaysia und stürmen die Megamall. Shopping! Wir haben alle eine kleine Liste dabei von Dingen, die wir brauchen, hier werden wir fündig. Ein bisschen was von meiner Liste kann ich abhaken. Süß: Hier gibt es Luftbefeuchter, sog. „Humidifier“. Warum dies notwendig sein sollte, erschließt sich mir nicht, denn wir befinden uns in den Tropen – die Luftfeuchtigkeit ist immer extrem hoch. Spitzenwerte erreichen gute 95%. Aber gut. Vielleicht macht es Sinn in den klimatisierten Räumen, da die Klimaanlagen ja doch die Luft austrocknen. Ich esse in Miri eine große Portion Reis mit Gemüse und gebackenem Fisch für 6 Ringid – das sind umgerechnet 1,50 € - und bekomme noch eine kleine Suppe dazu.

Auf dem Rückweg nutzen wir an der Grenze die Chance, noch etwas Wein mitzunehmen – 2 Flaschen pro Person sind erlaubt, mehr nicht. Das Ganze ist natürlich deklarierungspflichtig, gibt aber nie Probleme. Wer regelmäßig fährt, kann sich also einen kleinen Vorrat anlegen. 

Was nicht vergessen werden darf: Das Apartment ist mitten in der Stadt, ich erkunde wie gewohnt zunächst laufend die Umgebung. Ganz nah ist der Tasek Lama, wo wir schon einmal wandern waren. Wer den Trailrun mag, ist hier gut aufgehoben, leider sind die Runden kurz, aber dafür extrem anspruchsvoll. Als Training geht es gut. Zur Abwechslung kann ich sonntags lange Läufe auf der Straße einbauen, denn die Straßen der Innenstadt sind jeden Sonntag Morgen ab 6 Uhr für Autos gesperrt. Das wird gut genutzt, es sind Sonntag morgens 7 Uhr viele Menschen unterwegs, die sich sportlich betätigen. Ganz klasse – und ich nehme mir vor, kommenden Sonntag mal die große Runde zu checken. Dennoch ist es auch morgens echt super anstrengend, denn die Luft kühlt niemals ab. Nie-mals. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Franzi (Sonntag, 21 April 2019 20:27)

    Hey, schaut es bei Dir sauber aus! Etwas steril, aber oha...ich zeige morgen den Kindern die Fotos und sage: gebt Euch Mühe, dass es hier auch mal länger als eine Stunde sauber bleibt, wenn ich geputzt habe...mal sehen, ob es funktioniert :-) immer wieder spannend von Dir zu lesen!