Kuala Lumpur

Einmal Kulturschock und zurück bitte. Von Brunei nach Kuala Lumpur – das Land Brunei passt 14x in diese Stadt, gemessen an der Einwohnerzahl. In Brunei ist laute Musik, öffentliche Musik, Alkohol verboten, in Kuala Lumpur gibt es Nightlife pur. Es ist extrem laut in dieser Stadt. Die Hochhäuser und die Skyline erinnern ein klein wenig an New York. Da fällt mir ein, dass es in dieser Metropole doch bestimmt ein Hard Rock Cafe geben muss. Au ja ! Tatsächlich. Ich erzähle es den anderen und speichere mir die Adresse, damit wir dort mal vorbei kommen, liegt ja zentral. Nach einer einstündigen Taxifahrt kommen wir am Hotel an – Hard Rock Cafe inklusive! Im Zimmer liegt direkt ein Gutschein – geschnappt, und da wir großen Hunger haben, beschließen wir, direkt dort zu essen. Burger und Pommes sind angesagt, nachdem wir seit Wochen nur Reis essen. Schmeckt auch mal. :-) 

Am Samstag genießen wir ein ausgiebiges Frühstück und stärken uns für den Tag. Ana und ich fahren zur nationalen Moschee, die man zwischen all den Hochhäusern kaum findet. Bis auf die Vorhalle mit den Säulen ist sie aber wenig beeindruckend, dafür ist das dortige Personal extrem unfreundlich. Wir werden ein paar mal wirklich „angeschnauzt“, obwohl wir unser Bestes geben, uns an alle Regeln zu halten. Beispielsweise sind am Touristeneingang Toiletten für Damen ausgeschildert (draußen, noch vor der Moschee). Großes Schild – ohne weitere Hinweise – wir dachten, wir waschen uns nochmal die Hände, als eine Frau keifend hinter uns herkommt und uns beschimpft. Das sei nur für Muslime und wir sollen uns hier wegscheren „Go!, Go! – Go away!“. Woher sollten wir es wissen? Ana kann auf portugiesisch aber auch nett schimpfen :-) Gut gelaunt geht es weiter – Chinatown. Die Straße ist kurz, aber daneben gibt es eine Mall – es sieht von außen aus wie eine große Bahnhofsvorhalle, drinnen ist ein Einkaufszentrum, was total cool ist. Hier könnte man Stunden verbringen.
Wir gönnen uns einen echten Kokosdrink - aus einer Kokosnuss. Ich bin zwar kein riesengroßer Kokosfan, aber richtig schön kalt und frisch schmeckt das super gut - und spendet dabei wertvolle Mineralien, die wir durchs viele Schwitzen verlieren.

Doch wir haben Tickets für den KL Tower. Wir planen, dort am späten Nachmittag hochzufahren und den Sonnenuntergang zu sehen. Der Plan löst sich leider in einem heftigen Gewitter auf. Plötzlich ist der Donner genau über uns und der Himmel platzt auf – es schüttet! Also nochmal ins Hotel, umziehen, warten, und einen erneuten Versuch starten. Das Skydeck des Towers ist noch geschlossen – wetterbedingt, obwohl es mittlerweile nicht mehr regnet. Wir müssen also warten, aber hoffen das Beste. 19 Uhr dürfen wir dann doch hoch fahren. Schön ist, dass es hier um diese Zeit doch noch ein bisschen hell ist – in Brunei wäre es um diese Zeit schon stockfinster. Außerdem ist nicht viel los und wir können ohne Gedränge Fotos machen. Allerdings ist die Zeit auf dem Skydeck begrenzt. Das Skydeck besteht nur aus Glas, man darf da nicht zu lange drüber nachdenken. 

Diesmal geht es zum Abendessen zu einer Straße, in der es gefühlt tausend Restaurants nebeneinander gibt. Hier sind Massen unterwegs und überall wird uns eine Karte vors Gesicht gehalten, damit wir uns zum Essen für dieses Lokal entscheiden. „Best…“ „cheap Ma´am“, „look, noodles… chicken, fresh chicken…“ „ma`am- fish, good fish! Try!”. 

Den nächsten Tag genießen wir noch ein ausgiebiges Frühstück im Hotel, bevor es zurück nach Brunei geht - "nach Hause" :) Im Flieger der Air Asia ist es wieder bitterkalt, gefühlt kommt Eis aus der Belüftung. Wir könnten ja eine Decke kaufen, wenn wir wollen. Vermutlich gehört das zum Geschäftsmodell. In Brunei wärme ich mich erstmal wieder auf. 

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Kommentare: 2
  • #1

    rose (Sonntag, 21 April 2019 22:39)

    wir hatten hier heute 28 grad, angenehmen wind und wolkenarmen himmel...auch nicht schlecht
    !

  • #2

    Micha (Dienstag, 23 April 2019 15:03)

    :D
    Wundervoll.