Zwischenbericht - Nationalfeiertag Brunei

Bruneis Nationalfeiertag ist am 23.02. und fällt damit genau auf meinen Geburtstag. Wir haben deswegen ein langes Wochende – denn wenn in Brunei ein Feiertag auf den Samstag oder Sonntag fällt, wird er einfach am nächsten Werktag nachgeholt, also haben wir auch am Montag frei. Brunei feiert nicht (nur) meinen Geburtstag ;-)  , sondern den Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien (1984). 

Für mich ist es nun schon der 2. Geburtstag in Brunei - letztes Jahr haben wir noch im Empire Hotel gefeiert, dieses Jahr sind wir mittendrin im Getümmel der Parade, und die UNN-Kollegen marschieren mit vielen anderen vorm Sultan auf. 

Zum Nationalfeiertag gibt es jedes Jahr eine Parade für den Sultan, daran nehmen Unternehmen, Schulen und sonstige Einrichtungen teil. Auch unsere neue Firma UNN ist dieses Jahr erstmals mit von der Partie – aus jeder funktionalen Einheit wurden Mitarbeiter ausgewählt, die marschieren. Extra für diesen Tag wurden Uniformen geschneidert – nach Maß für die Herren in einheitlicher Farbe, und für die Damen im gleichen „UNN-rot“ Blusen und Röcke und passend dazu ein graues Kopftuch. Damit an dem Tag alles glatt läuft, muss natürlich vorher geprobt werden – die Kollegen sind schon 2 Wochen vorher jeweils vormittags zum „Rehearsal“ und für die Marsch-Übungen. Am Sonntag ist es dann soweit, wir treffen uns um 6 Uhr zum gemeinsamen Frühstück – auch wenn erst gegen 9 Uhr los marschiert wird. Die Innenstadt wird ab 6 Uhr abgeriegelt, also müssen wir zeitig da sein. Obwohl ich ja große Aufmerksamkeit nicht mag, macht mein Geburtstag dann doch schnell die Runde. Ich habe ein Kopftuch geschenkt bekommen, welches mir die Mödels dann auch gleich gesteckt haben. Total spitze war, dass bekannte Kollegen an mir vorbei sind, mir zwar freundlich „Good Morning“ sagten, mich aber nicht erkannt haben, erst später „Mensch, Sophie, DU bists! – Ich hab überlegt, woher ich das Gesicht kenne“. :-)  Bei der Aufstellung sind natürlich einige Fotos entstanden, ich habe mich dann so positioniert, dass ich die Parade gut sehen konnte. Dies war überhaupt kein Problem, denn viele Besucher am Straßenrand waren es nicht – die meisten schauen sich die Parade vom heimischen Sofa aus an. Was mir auch auffiel: Die Stadt war abgeriegelt, ja, und es waren hier und da Polizisten und Ordnungshüter zu sehen, dennoch alles extrem unaufgeregt, friedlich, entspannt. Hat mir sehr gut gefallen. Nach dem Marsch haben wir dann den Sultan noch aus der Stadt herausfahren sehen, gefolgt von einigen Fahrzeugen seiner Flotte (schon schick), und Ministern und Botschaftern. Der Rest des Tages wurde am Pool verbracht und abends gabs wieder einen feinen frischen Fisch. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    rose krause-schäfer (Sonntag, 29 März 2020 11:38)

    feinen fisch, aha, auch noch nase lang machen.. ich hoffe, dass du noch viel zeit zum berichten hast.. danke dir