Abenteuer Wochenende - Pfade erkunden

Die Reisebeschränkung gilt hier natürlich auch. Wir sitzen quasi im kleinen Brunei fest. Da ich meine Bewegung brauche, erkunde ich eben Brunei noch etwas genauer – oft mit Kamera bewaffnet, manchmal aber auch einfach nur laufend oder wandernd. Hierbei entstehen schöne Aufnahmen, die Natur hält so viele wundervolle Schätze bereit. Einen kleinen Auszug teile ich heute mal hier im Blog.

 

Eine neue Strecke wurde erst kürzlich eröffnet – Bukit Sipatir. „Bukit“ steht dabei für Hügel. Ein schöner Rundweg von etwa 5 km, mit einer sehr schönen Aussicht vom Hügel aus. Was total super ist, dass es zwischendrin kleine Hütten oder Rastmöglichkeiten gibt, wo kalte Getränke verkauft werden – diese liegen in einer mit kaltem Wasser gefühlten Kühlbox, daneben gibt’s eine kleine Klingeldose – 1 Dollar pro Flasche. Reine Vertrauensbasis. Und das funktioniert in Brunei wunderbar. Ein anderes ganz spannendes Gebiet ist Bukit Shahbandar, welches viele Trails bereit hält, die es in sich haben – beispielsweise die „9 Hills“ oder „14 Hills“ Strecke – kilometermäßig sammelt man da nicht viele zusammen, aber Höhenmeter umso mehr. Das Gebiet ist teilweise echt steil und damit schön herausfordernd (bei den klimatischen Bedingungen hier). Und: In Shahbandar verläuft man sich sehr leicht, da die Ausschilderung verwirrend ist, an manchen Gabelungen es kein Schild gibt, oder man der Strecken Beschilderung folgt „Hütte Nummer 8 – 521 Meter“ – und dann läuft man 1,7 Kilometer, kam aber an keiner Gabelung vorbei und weiß wirklich nicht, was man falsch gemacht hat. 

Um Shahbandar ranken sich übrigens viele viele Geschichten – mysteriöse Geschichten, Geistergeschichten, und man sagt, einige sind dort spurlos verschwunden. Man sollte dort wohl nicht alleine reingehen. Bisher war ich auch nicht alleine dort. Ganz spannend finde ich, dass mir erzählt wurde, es gibt so viele Geschichten, von völlig unterschiedlichen Personen. Nicht nur Brunesen, sondern auch Touristen oder Expats die dort unterwegs sind, berichten ähnliche oder gleiche Dinge, behaupten, gleiche Dinge gesehen zu haben, ohne die Geschichten und Mythen zu kennen. Ich versuche noch herauszubekommen, welche Geschichten es genau sind – man möchte sie mir erst erzählen, bevor ich zurück nach Deutschland fliege, damit ich mir meinen Mut bewahre :-D Nun, ich bekomme das noch raus.

In Berakas gibt es auch einen kleinen Trail, der nicht so steil ist, aber leider auch relativ kurz ist – für einen Traillauf zu kurz, außer man dreht dann mehrere Runden. Ein weiterer Weg dort endet irgendwie in der Sackgasse, was schade ist. Es gibt hier leider keine Wegekarten, und bei google maps sind vor allem die Wanderpfade nicht eingetragen oder ersichtlich. Selbst Trail Apps fürs Handy zeigen diese Wege nicht an, also gilt es oft nur, diese auf eigene Faust zu erkunden. Von Berakas aus hat man auch einen wunderschönen Blick aufs Meer hinaus. Der Strand ist in unmittelbarer Nähe, aber am Strand liegen ist hier nicht, es gibt diese biestigen Sandfliegen – ganz kleine schwarze Fliegen, die beißen, leider entzünden sich die Bisse extrem, bilden nach 1-2 Tagen Wasserblasen, und jucken wie verrückt. Man könnte meinen, man hat mit einem Panther gekämpft… das hält mich von Strandbesuchen eher ab. Also immer wieder ab in den Wald und Pfade erkunden. Hier mal ein paar Bilder von den Zaubern der Natur.

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Kommentare: 1
  • #1

    rose krause-schäfer (Samstag, 02 Mai 2020 20:17)

    ja, das habe ich mir gern angeschaut...