Roadtrip Diaries Part I

An einem schönen, wie immer sonnigen Samstag, nimmt mich eine Kollegin mit auf einen Roadtrip – Wir jagen Foto-Spots, Wasserfälle, Orte weit ab von Touristen in Brunei (viele Touristen gibt es hier sowieso nicht, aber wenn, dann gibt es so 3-5 Haupt Attraktionen in Brunei, so dass die meisten sich hier auch nicht lange aufhalten). Revecca zeigt mir etwas mehr vom Land, wo ihre Großeltern lebten, und wir erzählen vor allem ganz viel – über Kindheitserlebnisse, was wir mit bestimmten Orten verbinden, und was wir am meisten lieben. Wir halten an kleinen Wasserfällen und kommen an Erholungsorte, die einst angelegt wurden, nun aber verfallen. Revecca sagt, dies sei auch leider typisch für Brunei: Die Anlagen werden schlecht bis gar nicht gepflegt oder gewartet, so dass sie über die Zeit verfallen bzw. die Natur sich diese zurückholt. 

Nun könnt ihr euch das vielleicht vorstellen, wie schnell Holz in einem tropischen Klima modrig wird. Die Balken brechen durch, und Insekten fressen Löcher hinein.

Wir kommen in kleine Dörfer, sehen alte Häuser, wir fahren durch Gegenden, wo die ärmere Bevölkerung wohnt, in noch alten, ganz ursprünglichen Langhäusern, doch sehen auch andere Bauweisen. Die Bauweisen sind hier doch vielfältig, und die Unterschiede immens. Von riesigen Villen mit großen Grundstücken zu kleine Holzhütten ist alles dabei. In manchen Dörfern leben die Einwohner noch sehr ursprünglich, bauen eigenen Reis und Gemüse an.

Wir fahren zum Tasek Merimbum, der größte See in Brunei. Dieser ist umgeben vom Regenwald, die gesamte Umgebung ist ein Naturschutzgebiet – der „Tasek Merimbum Heritage Park“. Die Flächen des Sees sind durch 2 Inseln geteilt, aber wir finden leider keinen Weg um den See herum. Natur pur. Es gibt einen kleinen Pfad an einem kleinen Teil des Ufers, „wandern“ kann man hier aber nicht, es ist eher ein bisschen spazieren. Baden kann man leider auch nicht, obwohl ich das frische klare Süßwasser eines Sees tatsächlich vermisse. Der See sieht so verlockend aus, aber überall am Ufer wird vor Krokodilen gewarnt – finden tu ich allerdings keins. Dafür treffen wir zwei Wasserbüffel, die sich von uns gar nicht stören lassen und nach dem Grasen eine schöne Abkühlung im Wasser nehmen.

eiter düsen wir nach Labi zu einem Wasserfall, von dem Revecca noch schwärmt, hier war sie als Kind öfter mit ihren Großeltern. Der Teraja Wasserfall. Beim nächsten Mal packe ich Schwimmsachen ein, hier könnte man tatsächlich baden. So idyllisch dieses Plätzchen Wir sind spät dran. Ein kleiner steiniger Pfad führt zum Wasserfall, etwa 700m in den Dschungel hinein. Dort gibt es aber auch eine kleine Grillstelle. Wir machen ein paar Fotos und genießen die Stille dieses Ortes, müssen dann aber leider zurück. Der Blick auf die Uhr verrät den baldigen Sonnenuntergang, und das geht in Brunei (allgemein in Äquatornähe), so verdammt schnell, dass man sich sputen muss, aus dem Wald herauszukommen.

 

Wir picknicken im Dunkeln und genießen den Lärm des tropischen Regenwalds. Der Rückweg in die Hauptstadt zieht sich, durch die schmalen Straßen, durch die Dörfer, du wir besprechen den nächsten Trip nach Kuala Belait.

 

Und am Ende gibts noch paar Outtakes... :) Wer kennt es, dass man bei einer Langzeitbelichtung mitfiebert und hofft, dass auf dem weichen Untergrund und einem nur aus Holz oder Steinen gebautes "Stativ" wirklich nichts verwackelt? Ja, man mag sogar die Luft anhalten für die kurzen 2 Sekunden :)

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